Die
schönsten und wichtigsten Landkarten Österreichs aus vier
Jahrhunderten
Das
Studium von Landkarten ist zur großen Leidenschaft unserer
Zeit geworden. Wissenschafter ziehen sie verstärkt als historische
Quellen heran, immer mehr gebildete Laien zeigen ausgeprägtes Interesse
an alten Karten. Der Archiv Verlag bietet im "Landkarten Archiv"
die schönsten und wichtigsten Landkarten des heutigen Staatsgebietes
von Österreich, Mitteleuropas und der österreichischen Monarchie
- Karten, die nur selten in Ausstellungen zu sehen sind und in temperierten
Räumen der größten österreichischen Sammlungen
wie der Kartensammlung der Österreichischen Nationalbibliothek
sowie der Landesarchive und Landesmuseen aufbewahrt werden.
Im
"Landkarten Archiv" können Sie die spannende
Entwicklung der Kartographie vom 16.-20. Jahrhundert verfolgen. Im ausgehenden
15. und im frühen 16. Jahrhundert wurden Karten und Bilder nördlich
der Alpen fast ausschließlich im Holzschnittverfahren vervielfältigt,
danach setzte sich von Italien kommend der Kupferstich durch, der im
frühen 19. Jahrhundert vom Steindruck und später der Farblithographie
abgelöst wurde.

Dieser in ovaler Form konzipierte und vom Doppeladler gehaltene
kolorierte Kupferstich des Herzogtums Kärnten von Wolfgang Lazius
(geschaffen um 1550) stellt die älteste erhalten gebliebene Karten
des Landes Kärnten dar.

Hier
ist nicht Norden "oben" und Süden "unten",
sondern genau umgekehrt. Diese "Beschreibung des Erczherzogtumb
Oesterreich ober Enns", die früheste Regionalkarte (1542)
eines der österreichischen Bundesländer, stammt von Augustin
Hirschvogel

Ausschnitt
aus der "Diözesan-Karte der gefürsteten Grafschaft
Tirol und der Vorarlbergischen Herrschaften". Geschaffen von Johann
Anton Pfaundler und Philipp Miller, 1792/1805

Der aus
Ostflandern stammende Gerard Mercator schuf diese Karte des Erzbistums
Salzburg und des Herzogtums Kärnten in der für diese Zeit
typischen "Maulwurfshügeltechnik"
Seit über 30 Jahren ist der Archiv Verlag auf die originalgetreue
Reproduktion von historischen Dokumenten, insbesondere von Landkarten,
spezialisiert. Der Weg vom Original bis hin zur perfekten Reproduktion
ist lang. Aus konservatorischen Gründen können historische
Landkarten niemals vom Original weg reproduziert werden. Das heißt,
am Beginn steht eine möglichst großformatige Fotoaufnahme.
Hierbei ist es wichtig, die Landkarte gleichmäßig auszuleuchten
und so zu fotografieren, daß Unebenheiten und Beschädigungen
nicht zutage treten. In der Reproanstalt werden anschließend von
diesem Farb-Dia weg mit computergesteuerten Geräten die Druckdaten
erstellt. Probedrucke und mehrmalige Farbvergleiche mit den Originalkarten
sind notwendig, um einen originalgetreuen Faksimiledruck zu erzielen.
Bevor die Reproduktion in Druck geht, gilt es schließlich noch
eine Papierqualität auszuwählen, die der historischen Vorlage
möglichst nahekommt.
Der
Herausgeber:
Univ.-Prof. Dr. Johannes Dörflinger
Professor
für neuere Geschichte an der Universität Wien
"Ich
freue mich, daß der Archiv Verlag mit der Herausgabe des 'Landkarten
Archivs' dem wachsenden Interesse der Wissenschaft und auch weiter Kreise
der historisch interessierten Menschen Rechnung trägt.
In originalgetreuen
Reproduktionen wird hier in einer Gesamtschau ein Überblick
über die kartographische Entwicklung vom 16. bis zum 20. Jahrhundert
präsentiert. Auch die topographische Entwicklung von Orten, Städten
und ganzen Landstrichen aller österreichischen Bundesländer
und weit darüber hinaus läßt sich an Hand des gelieferten
Kartenmaterials bestens verfolgen.
Ich
kenne die hervorragende Reproduktionsarbeit des Archiv Verlags seit
vielen Jahren und habe deshalb sofort die Herausgeberschaft für
das 'Landkarten Archiv' übernommen, als der Archiv Verlag mit diesem
Wunsch an mich herangetreten ist.
Es war
eine große Freude für mich, die Objekte für das
'Landkarten Archiv' zusammenzustellen. Zum einen erfolgte die Auswahl
nach ästhetischen und inhaltlichen Kriterien, zum anderen im Bestreben,
die einzelnen österreichischen Bundesländer gleichmäßig
abzudecken.
Ich
wünsche Ihnen viel Freude beim Studium jeder einzelnen Karte
des 'Landkarten Archivs'."
Die Autoren:
Zu jeder
Landkarte werden historische und kartographische Erläuterungen
mitgeliefert. Für die Texte konnten Historiker aus allen österreichischen
Bundesländern gewonnen werden:
Univ.-Prof.
Dr. Walter Brunner
Ehemaliger Direktor des Steiermärkischen Landesarchivs in Graz.
Univ.-Prof.
Dr. Karl Heinz Burmeister
Ehemaliger Direktor des Vorarlberger Landesarchivs in Bregenz.
Univ.-Prof.
Dr. Heinz Dopsch
Professor für "Vergleichende Landesgeschichte" an der
Universität Salzburg.
Univ.-Prof.
Dr. Johannes Dörflinger
Professor für neuere Geschichte an der Universität Wien.
Hon.-Prof.
Dr. Georg Heilingsetzer
Stv. Direktor des Oberösterreichischen Landesarchivs in Linz.
Dr. Josef
Höck
Ehemaliger Leiter der Bibliothek des Landesmuseums für Kärnten.
Dr. Gebhard
König
Direktor der Niederösterreichischen Landesbibliothek in St. Pölten.
Mag. Walter
Öhlinger
Kurator für Wiener Stadtgeschichte am Historischen Museum der Stadt
Wien.
Univ.-Doz.
Dr. Meinrad Pizzinini
Kustos der Historischen Sammlungen am Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum
in Innsbruck.
Dr. Franz
Wawrik
Ehemaliger Leiter der Kartensammlung und des Globenmuseums der Österreichischen
Nationalbibliothek.
Die Anfangssammlung

Am
Beginn des "Landkarten Archivs" steht die Reproduktion
eines wertvollen Kartenschatzes aus dem Bestand der Kartensammlung des
österreichischen Kriegsarchivs in Wien. Die 1785 von Georg Ignaz
Freiherr von Metzburg entworfene "Post Charte der kaiserlichen
königlichen Erblande" zeigt das weitverzweigte Netz der im
18. Jahrhundert bestehenden Postrouten in den österreichischen
Erblanden (mit Ungarn), im römisch-deutschen Reich und den angrenzenden
Ländern. Sie erhalten eine Reproduktion dieser Karte im Großformat
von 79,5 x 54,5 cm zum Preis von EUR 6,95.
Zum
Start Ihres "Landkarten Archiv"
erhalten Sie zusätzlich:
- Die
künstlerisch gestalteten Titelblätter zum "Landkarten
Archiv" mit dem repräsentativen Titelblatt, dem Autorenblatt
und der Einleitung in das Werk
- und
die auf Ihren Namen ausgestellte, handgeschriebene Besitzurkunde,
die Ihnen die limitierte Auflage von nur 2000 Exemplaren bestätigt